Mittwoch, 12. November 2008

Bach im Aachener Dom


Vor kurzem gabs Kulturprogramm. Wir fuhren nach Aachen zu einem Konzert. Zu Gehör wurde eine Bachsche Messe gebracht, aber verständlicherweise ohne hl. Messe.
Nebenbei habe ich ein bisschen was vom Aachener Dom sehen können.
Daher auch die Bilder. Sind übrigens nicht im Originalzustand, sondern bearbeitet, dafür aber vielleicht schöner?

Freitag, 7. November 2008

Univers(al)ität

Gestern waren unter anderem drei Aspiranten aus Rumänien bei uns. Deswegen gab es abends (zweiter Tag in Folge!) Fußball. Zur Völkerverständigung sozusagen. Sowieso: Manch ein Kandidat strebt an, am Ende des Sommersemesters so etwa 5 Sprachen zu beherrschen.
Wer die Bibel im Originaltext verstehen will, muss auch ihre Sprache verstehen! Und klar, die Muttersprache der Kirche darf im Sprachschatz auch nicht fehlen! Solange man nicht Griechisch von rechts nach links schreibt und die lateinischen Endungen anhängt...
Unsere Kommilitonen sind übrigens auch international:
aus Deutschland, Polen, Italien, Spanien, ...
Ja, so ist eben die Kirche Christi: katholisch, das heißt allumfassend.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Einführungswoche

Ja, das Studium der Theologie hat begonnen.
Diese Woche gibt es noch die Einführungswoche. Sie enthält unter anderem so Dinge wie Kennenlernen der Kommilitonen, Einführung in die theologischen Bereiche, "Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten", Bibliotheksbesichtigung, Besuch des Theologenkonvikts in Bonn, ...
Wir sind eine recht überschaubare Zahl von Erstsemestertheologen, etwas weniger als 30. Es gibt schon auch Möglichkeiten, mal ins Gespräch zu kommen, wie heute zum Beispiel. Ein paar von uns standen in der uns gegebenen Freizeit vielleicht eine Stunde oder so an einem Fleck vor der Kirche der Hochschulgemeinde, um miteinander zu reden. Dabei es ist durchaus schön, wenn man den einen oder anderen kennenlernt, der "gleichgesinnt" scheint.
Nach dem "Modul 0" von dieser Woche gehts nächste Woche dann etwas mehr in den "Studienalltag". Ja, jetzt sind wir dann wirklich Studenten der Theologie ...

"Province-in-a-day trip"

Heute gibt es etwas nachzureichen:
Vor kurzem gings ab nach Belgien. Zwar nur für einen Tag, aber dieser hatte es in sich: ein Überblick über die belgische Provinz.

Davon ein Abriss:

1. Station: Salvatorianer in Hamont
Umgebungsflair: Erinnerung an amerikanische Suburbs; großes Haus mit Schule und sehr gepflegter Gartenanlage; interessante Architektur: Ziegelsteine hinter Glas; Friedhofsbesichtigung mit kurzen Geschichten aus dem Leben; Mittagessen: Suppe, Fisch, Erbsen mit Speck und Zwiebeln und Kartoffelpü; Gebäude der "Salvatorianischen Hilfsaktion und Entwicklungshilfe";

2. Station: Salvatorianer in Scherpenheuvel
Marienwallfahrtsort; Kaffee in der Kommunität; Film über den Ort; Devotionalienläden;

3. Station: Haus in Heverlee
ehemaliges Haus, früher für Ausbildung, jetzt psychiatrische Einrichtung; So ein großes Haus! Aber wo sind die Berufenen?

4. Station: Salvatorianer in Kortenberg
ehemalige Benediktinerinnenabtei; Spaziergang durch die Grünanlage und Hausbesichtigung; danach: Abendessen in der Frittenbude: Belgische Fritten mit Frittiertem;



5. Station/ Extra: Leuven by night
Studentenstadt; überall junge Menschen, Bars/Cafés,...; beeindruckende gotische Architektur; Theologische Fakultät

Rückfahrt:
Eine Ralleyfahrt stelle ich mir so ähnlich vor wie manche Streckenteile: Kurvige Strecken, Nacht und Nebel, "alte Panzerstraße";


Was es unter anderem noch Bemerkenswertes gab:

- Kommunikation war kaum Problem, viele sprachen Deutsch. Sehr freundlich!
- Man kann manchmal sogar Flämisch im Gespräch verstehen.
- Im Vorbeifahren einen wirklichen "oh!"-Devotionalienladen gesehen.
- Zwar gibt es einerseits auch schöne Bauten in Belgien, aber eben anscheinend auch wenig gehörte Berufungen...
- Den freundlichen Pater Provinzial der Belgischen Provinz, der diesen Tag für uns organisiert und uns geführt hat!

Fotos: selbstgeschossen; oben: Scherpenheuvel, Mitte: Fritten, unten: Leuven
Rechtschreibfehler, bes. bei flämischen Wörtern, bitte ich zu entschuldigen. Keine Gewähr für vollständige Nennung aller Stationen.

Montag, 6. Oktober 2008

Am dritten Oktober

durften wir mit auf eine Art Gemeinschaftstag der Provinz. Dabei war der Tag "prämonstratensisch geprägt". Man sollte vielleicht erwähnen, dass in gewisser Weise die eine oder andere "Brücke" zu den Prämonstratensern besteht, z.B.:
Das Kloster, in dem auch wir Kandidaten wohnen, war einst auch mal prämonstratensisch. Bis heute erinnert daran zum Beispiel der Heilige Hermann Josef, auch ein Prämonstratenser, der hier verehrt wird.
Weiterhin ist eine Pfarrei der Salvatorianer in Münster nach dem Heiligen Gottfried von Cappenberg benannt, auch ein Prämonstratenser.

Mit einer Gruppe von Leuten aus der ganzen Provinz waren wir also mal bei den Prämonstratensern. Wie schön, dass es auch bei ihnen Ordensnachwuchs zu geben scheint. Das hat schon was, wenn da ein junger Kleriker im Prämonstratenserhabit vor einem steht...

Insgesamt gab es schöne Dinge an diesem Tag: Hl. Messe, Mittagshore, Film über den Heiligen Norbert, Kirchbesichtigung (auch in Cappenberg), Führung mit dem Abt, spontanes Orgelspiel unseres Bruders Organisten in Cappenberg...

Schön, dass wir mitkommen durften.


Fotos: Selbstgeschossen; (1): "Liturgische Schätze" bei den Prämonstratensern in Hamborn, (2): Hochaltar in der Kirche von Cappenberg.

Montag, 29. September 2008

Am Fest der Heiligen drei Erzengel

Endlich schreibe ich mal wieder auf den Blog und das gleich an dem Tag, an dem wir auch einen Patron der Gesellschaft mitfeiern dürfen, den Heiligen Erzengel Michael (wie gut ist es, so einen Patron im Kampf gegen den Bösen zu haben).

Inzwischen sind drei von uns Kandidaten an der Uni immatrikuliert. Warum jedoch bis jetzt nur zwei einen Brief erhalten haben ist noch unklar. Abstruse Spekulationen machen zwar die Runde, sind aber nicht ernst zu nehmen. Vielleicht liegt es einfach an der alphabetischen Reihenfolge.

Sportlich gesehen haben wir (mit Zivi) nun schon zwei (bzw. drei) Mal gegen Internatsschüler Fußball gespielt. Ob es uns je gelingen wird, die Überlegenheit der anderen zu überwinden? Zumindest im Augenblick werden wir es nicht testen können, da hier gerade Ferien sind.

Ja, auch Sport gehört zur Kandidatur, wenngleich man es nicht übertreiben sollte!
Schließlich wohnen wir hier nicht, weil wir in ein "SportsCamp" wollen, sondern weil wir Interesse daran haben, Ordenspriester zu werden.

Tja und deswegen geht es auch bald los mit dem Studium der Theologie. Wie schön!

Freitag, 12. September 2008

An Mariä Namen

Nun darf ich dem werten Leser als Ordenskandidat weiter schreiben, nachdem ich am Fest Mariä Geburt in die Kandidatur der Salvatorianer aufgenommen wurde.
So ist es doch ganz passend, dass dieser Eintrag am nächsten marianischen Tag im Kalender kommt.
Aber am Fest Mariä Geburt gab es gleich noch mehr zu feiern: ein paar Professjubiläen in der Kommunität und den Todestag des Ordensgründers, Pater Franziskus Maria vom Kreuz Jordan.
Dementsprechend schön war es, dass sich, aufgrund einer Zusammenkunft von Salvatorianerinnen, die sich zu dieser Zeit auch im Kloster befanden, auch ein nettes, festliches Abendessen nach der Heiligen Messe ergab.

So darf ich hier als einer von vier Kandidaten im Kloster leben. Wir dürfen am Stundengebet (morgens, mittags, abends) teilnehmen sowie an den gemeinsamen Mahlzeiten und die einzelnen Kandidaten haben im Augenblick noch meist unterschiedliche kleinere Beschäftigungen. Mal saß einer von uns an der Pforte, mal wurde von einem gelernt oder dabei geholfen, es wurden Nummern an die Wäsche angenäht, mal wurde von jemandem einem Bruder geholfen, bei einer Heiligen Messe und Beerdigung ministriert, mal besuchte einer einen kranken Pater ...
Abends soll sich nun für uns ein gemeinsamer Abschluss auch mit dem P. Kandidatenpräfekten und einem weiteren Pater einpendeln.
Ab und zu gibt's mal Sport oder man macht gemeinsam Musik, ...
Noch läuft es natürlich alles etwas ruhiger, bis wir dann mit dem Studium der Theologie beginnen.

Insgesamt muss ich aber schon sagen: ein sehr gnadenreicher Ort!
Wir leben praktisch mit dem Heiland unter einem Dach, nicht weit vom Grab eines Heiligen, in der ruhigen Klausur, umgeben von Natur und dem schönen Kloster. Im Zimmer bei mir ist unter anderem ein großes Kreuz und eine große Marienikone.
Jeden Tag Heilige Messe, gestern sogar Eucharistische Anbetung, ich durfte auch schon mal mit anderen zusammen Rosenkranz beten ...
Es gibt also viele Gründe, Gott dankbar zu sein.

Mögen wir offen werden für Gottes Gnade und Seinen Willen erfüllen.
Heilige Maria, liebe Mutter, bitte für uns, heute und alle Tage unseres Lebens!

PS: Die neue Umgebung wird sich vielleicht auch etwas auf's Layout dieses Blogs auswirken.

Fotos: selbstgeschossen